architekten ronacher ZT GmbH

Philosophy

Strukturen und Formen aller Bautraditionen der Erde entstanden aus jahrhundertelang fortwährenden, evolutionären Vorgängen. Die Veränderungen waren so sanft, dass sie innerhalb eines Menschenalters kaum wahrgenommen wurden. Gemessen an der rasenden Geschwindigkeit, mit der heute eine Mode die andere jagt, waren geistige und somit kulturelle Umbrüche der Vergangenheit geradezu sanft. Die Kurzlebigkeit der Mode ist ein Problem, das alle geistigen und kulturellen Bereiche betrifft: Aber kaum mehr als in der Architektur kann sie so nachhaltig unsere Umwelt belasten und gleichzeitig das menschliche Auge kränken. Jedes Jahrzehnt dieses Jahrhunderts forderte die Freiheit der Kunst und Architektur seiner Zeit. Die Städte des 20. Jahrhunderts sind daher zum Sammelplatz von Objekten des Zeitgeistes geworden. Extrempositionen sind aber meist falsch, weil sie einen Teil der Wahrheit verschweigen.

Die ökologische Bewegung ist wie in vielen Lebensbereichen auch im Baugeschehen der wohl konstruktivste Ansatz für eine Erneuerung geworden. Eine gesamtheitliche ökologische Denkweise schließt viele Moden in der Architektur von vorne herein aus, da diese zumeist unökologisch aber auch unökonomisch sind. Dennoch reicht Ökologiebewusstsein alleine noch nicht aus, eine neue Basis für eine Baugesinnung zu schaffen, die dem Harmoniebedürfnis der Menschen Rechnung trägt. Dieser Weg kann erst beschritten werden, wenn nicht mehr die Befriedigung der persönlichen Eitelkeit von Architekten und sonstigen Planern die Triebfeder deren Arbeit ist, sondern das Ziel, den Bewohnern ein Gefühl von Glück und Zufriedenheit zu vermitteln. Die meisten Modetrends der vergangenen Jahrzehnte aber hatten diese Gedanken nicht zum Ziel.

Das gesamtheitliche Denken ist daher unser Grundanliegen. Dieses Denken gibt der Ökologie Priorität über die kurzfristig angelegte Ökonomie. Der gezielte Einsatz des Baustoffs Holz und die passive Nutzung der Sonnenenergie sind nur einige Möglichkeiten, dieses Denken in bauliche Realität umzusetzen. Gesamtheitlichkeit bedeutet:

  • Prüfung traditioneller Formen bei gleichzeitiger Suche nach neuen Möglichkeiten.
  • Formensuche in der Einfachheit und Klarheit, ohne das Wohlbefinden des Menschen außer acht zu lassen.
  • Suche nach künstlerischem Ausdruck mit zeitlosen Elementen, ohne der Mode zu verfallen.
  • Formensuche sowohl aus der Logik der Funktion, als auch aus dem landschaftlichen und baulichen Umfeld, anstelle der Verpflanzung von ortsfremden Prinzipien.
  • Architektur, die in erster Linie dem Menschen dienen soll, die die Aufgaben des täglichen Lebens mit Anstand und Würde erfüllt.