architekten ronacher ZT GmbH

Bergmüller Hotel Edelweiss

Auftraggeber
Familie Saskia und Erich Bergmüller
Fertigstellung
2010
Lage
Wagrain (Salzburg)
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Webseite
mein-edelweiss.at
Kategorien
Forschung, Hotels
Picture of Bergmüller Hotel Edelweiss

Im Zuge dieser Baustufe wird das Vier-Sterne-Hotel "Mein Edelweiss" um einen kompletten Wellness- sowie Seminarbereich erweitert.

Fakten

Anfang Dezember 2010 wurde von den Architekten Herwig und Andrea RONACHER – aufbauend auf eine Reihe früherer Schwimmbadplanungen sowie auf die Grundlagen eines zwischenzeitlich genehmigten Forschungsförderantrages der FFG für energieeffiziente Schwimmbäder das erste in Österreich geplante und ausgeführte Schwimmbad in Passivhausbauweise fertiggestellt und eröffnet. Alle baulichen Komponenten entsprechen diesem höchsten Standard an energieeffizienter Bauweise. Darüber hinaus wurde der Beckenkörper voll wärmegedämmt und eine Fülle energiesparender, technischer Einrichtungen installiert. Die primäre Aufgabe der Architekturplanung war es, eine kompakte und konsequent nach Süden geöffnete Baukörperausformung zu entwerfen. Das Gebäude wurde weitgehend ins Erdreich integriert, die Hülle konsequent und hochwertig wärmebrückenfrei ausgeführt. Im Schwimmbadbereich dominiert das Holz als ökologischer, regenerierbarer heimischer Werkstoff. Die Haustechnikplanung und Ausführung erfolgte durch den Leiter der IG-Passivhaus Salzburg, Herrn Franz Kramer der Firma KRAMER Haustechnik Wagrain. Dabei wurden eine Reihe von energieeffizienten Maßnahmen zum Einsatz gebracht: hochenergieeffiziente Wärmerückgewinnung der Lüftungs- und Schwimmbadentfeuchtungsanlage, Wärmerückgewinnung der Saunaabluft, Wärmerückgewinnung des Duschwassers und Schwimmbadabwassers aus den Überlaufrinnen, welches ansonsten ungenützt warm in den Abwasserkanal geleitet wird, Verzicht auf Zirkulationsleitungen aufgrund ausgeklügelter, wirtschaftlicher Leitungsführung, Einsatz von stromoptimierten Geräten bei Pumpen. Die restliche Heizenergie wird ausschließlich durch eine Wärmepumpe mit Tiefenbohrungen gewonnen. Die Energieeinsparung gegenüber konventionellen Schwimmbädern beträgt mehr als 50%.

Hintergrund

Wenn man als Architekt nach der Planung von vielen Passivhäusern wieder mit dem Entwurf eines Schwimmbades beauftragt wird, kommt tiefes Unbehagen auf: Darf ein Schwimmbad mit 300m² Innenraumfläche nach derzeitigem Standard mehr als das 20fache an Energie eines Passivwohnhauses gleicher Größe verbrauchen? Zu dieser Problematik wurde daher von Architekt Herwig Ronacher ein Forschungsauftrag bei der FFG eingebracht, mit dem Inhalt, ein Pflichtenheft von Planung und Ausführung energieeffizienter, ökologischer Schwimmbäder und Wellnesseinrichtungen für den Tourismus zu erstellen. Wenn wir Energie sparen und CO2-Ausstoß vermeiden wollen, sollten wir dies vor allem auch dort tun wo am meisten Energie benötigt wird. Die Einsparungspotenziale sind bei Schwimmbädern extrem hoch. Es lohnt sich also gerade hier die Passivhausbauweise zur Anwendung zu bringen. Mit Herwig RONACHER (IG Passivhaus Kärnten) und Franz KRAMER (IG Passivhaus Salzburg) waren hier also zwei führende Vertreter der Passivhausbauweise gemeinsam am Werk. Als Bauphysiker und Ersteller des Energieausweises fungierte DI Peter PABINGER aus Krumpendorf.

Fotos: Klaus Bauer

Wegbeschreibung

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