Das Baugrundstück ist Teil eines Gutsbesitzes mit ehemals betriebener Landwirtschaft. Die Bauherrschaft übertrug dieses Anwesen einem der Kinder und entschloss, für sich selbst ein ungewöhnliches Auszugshaus zu errichten. Die Orientierung nach außen ergab keine überzeugende Lösung. Daher wurde eine intime, introvertierte Lösung gesucht.
Das großzügige, ebenerdige Wohnhaus ist als Atrium-Haus konzipiert und hat die Form eines kleinen Vierkanthofes, dessen Gesamtaußenabmessungen ca. 20 x 20 m betragen. Die Räume des Hauses orientieren sich einerseits zum Atrium hin, andererseits nach außen. Ein durchlaufendes Oberlichtband bringt ausreichend Licht ins Gebäudeinnere und gibt die Aussicht auf die umliegenden Berge frei.
Der zwischen Atrium und südwestseitigem Garten gelegene Wintergarten lässt sich komplett öffnen, wodurch sich die Außenräume verbinden und der Wintergarten zu einer überdachten Laube wird, von der aus das Atrium und der Garten mit dem Pool erlebt werden können.
Um diesem Gartenbereich Geborgenheit zu verleihen, wurde das dem Atriumhaus gegenüberliegende Nebengebäude mit einer offenen Laube versehen, welche einen weiteren geschützten Außenbereich bietet.
Fotos: Mag. Gisela Erlacher (5), Arch. Herwig Ronacher (2)