Namensgeber dieses Hotels ist der karibische Edelstein Larimar, dessen Farbe zwischen hellblau und türkis changiert. Diesem sagt man eine positive Wirkung bei körperlichen und emotionalen Heilungsprozessen nach.
Grundlegender Entwurfsgedanke war die Entwicklung eines Ovals als Baukörper, das sowohl im Inneren als auch im Außenbereich ein Höchstmaß an Geborgenheit schaffen sollte. Der elliptische Baukörper mit den zwei geschwungenen Zimmertrakten umschließt ein Atrium in zwei Ebenen. Das Längen- / Breitenverhältnis des umschriebenen Rechtsecks des Ovals entspricht dem goldenen Schnitt bzw. der Zahl Phi ? = 1,618…. Im Zentrum des Atriums steht die zweigeschoßige Schwimmbad-Holzkuppel mit Innen- und Außenbecken und kommuniziert mit beiden Terrassenebenen. Die Zimmer sind überwiegend nach außen orientiert.
Aufgrund der starken Hanglage war es notwendig, zusätzlich zwei Bettengeschoße im 1. und 2. Untergeschoss zur Talseite hin zu konzipieren. Dadurch konnte das Gelände ohne übermäßige Erdbewegungen ausgeglichen werden. Den Zimmern im 1. Untergeschoss sind Terrassen vorgelagert, jene im 2. Untergeschoss verfügen über Gärten.
Der Eingang befindet sich am „Kopf“ der Ellipse, an der längslinearen Achse der Gesamtkonfiguration. Die Bodengestaltung des Vorplatzes zeigt die „Blume des Lebens“. Eine weit ausladende Holzkonstruktion bildet hier eine großzügige Überdachung der Vorfahrt. Direkt dahinter liegt die zentrale dreigeschoßige Halle mit den Galerien. Die nach oben hin offene und lichtdurchflutete Halle ermöglicht den freien Durchblick über die zentrale Bar in den Atriumgarten. Links und rechts der Halle sind die beiden Treppenhäuser bzw. Lifte situiert.
Das überwiegend massiv errichtete Gebäude wurde bereichsweise in Konstruktivem Holzbau hergestellt, vor allem die Kuppelkonstruktion des Schwimmbades, die Decke der Halle im 2. Obergeschoß, die Decke über Bar und Lobby sowie die oberste Geschoßdecke der Bettentrakte. Auch wurden sämtliche Balkone samt deren Überdachungen aus Lärchenholz gefertigt.
Die vier Elemente, Luft, Wasser, Feuer und Erde, widerspiegeln sich in der gesamten Innenraumgestaltung. Daher wurden vier Zimmertypen nach den jeweiligen Elementen gestaltet. Aber auch der Wellness- und der Restaurantbereich wurden durch die vier Elemente bestimmt.
Wie beim Menschen liegen bei diesem Bauwerk entlang der Längsachse sieben Zentren, die sieben Chakren, wobei auch die Bedeutungen dieser sieben Energiezentren hier ihre Entsprechung finden. Möglich war die Idee und Umsetzung solcher Themen nur mit einem Bauherrn, der selbst hochspirituell ist.
Fotos: Larimar Hotel, Arch. Herwig Ronacher