architekten ronacher ZT GmbH

Revitalisierung Berghotel Malta

Auftraggeber
Verbund-Austrian Hydro Power AG
Fertigstellung
2010
Lage
Kölnbreinsperre - Maltahochalmstraße (Kärnten)
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Webseite
www.verbund.at
Kategorien
Tourismus, Brücken, Highlights, Hotels
Picture of Revitalisierung Berghotel Malta

Am 24. April 2009 wurde unter dem Vorsitz von Herrn Univ. Prof. Dr. Manfred Wehdorn unser Projekt mit dem 1. Preis ausgezeichnet. Es waren bei diesem Wettbewerb zwei Varianten (mit und ohne neuem Visitorcenter) auszuarbeiten.

Ausgangspunkt des Entwurfes und zentrale Idee des Projektes ist die Schaffung einer attraktiven, barrierefreien und einladenden Verbindung des Parkplatzareals zum bestehenden Turmgebäude. Dies wird mit der „Variante 1: Sanierung mit neuem Visitor Center“ durch ein verbindendes, fließendes Brückenbauwerk angeboten, welches das Interesse der Besucher in hohem Maße wecken soll. Aber auch die „Variante 2: Sanierung ohne neuem Visitor Center“ mit dem Shop im bestehenden Pavillon, bietet die Möglichkeit der Erreichbarkeit des Turmbaukörpers bzw. dessen Restaurant, samt attraktiver Terrasse durch einen Panoramalift samt Holz-Glasbrücke.

In Abstimmung mit dem Auftraggeber soll nunmehr eine Mischvariante aus beiden Projekten entwickelt werden, welche die funktionellen Vorzüge der großen Variante mit den geringeren Kosten der kleineren Variante in Einklang bringt.

Das bestehende Berghotel Malta soll generalsaniert und erweitert werden. Die Sanierung besteht in erster Linie aus der weitestgehenden Erneuerung der gesamten Haustechnik, der Herstellung neuer Bodenbeläge sowie der Herstellung einer neuen Fassade samt thermischer Sanierung, sowohl im Bereich des zylinderförmigen Hauptbaukörpers, als auch im Bereich der bestehenden Zubauten. Die Fenster bleiben großteils erhalten. Im Bereich des Restaurants werden diese jedoch durch neue ersetzt. Der Brückenbaukörper zwischen Parkplatz und Untergeschoß des Bestandsbaukörpers wird zur Gänze neu hergestellt.

Ausformung des neuen Baukörpers / Symbolgehalt

Der neue Bauköper bildet ein fließendes „Bindeglied“ vom Parkplatz zum Turm, und zeigt sich von der Seitenansicht als geschwungene Brücke, deren glatte (Metall- oder Fassadenplatten) Oberfläche an fließendes Wasser zu erinnern vermag. Die Ausrichtung des Brückenbauwerks zeigt Richtung Staudamm bzw. Speichersee und ist gleichzeitig parallel zum bestehenden Nebenbaukörper ausgerichtet.

Die optimierte Anbindung an den Rundturm erfolgt exakt an das nach Westen orientierte Bestandssegment.

Gestaltung des Altbestandes

Turm: Das charakteristische Gestaltungsmerkmal des Rundturmes mit den geschoßweise versetzten Fenstern wird für die Neugestaltung der Fassade bewusst aufgenommen und durch die diagonalen Fassadentafelbänder formal betont. Um diese Gestaltung zu ermöglichen ist es aber notwendig die Ungenauigkeit der Fensterabstände auszugleichen (die Fenster sind nämlich abwechselnd entweder ca. 5,0 oder ca. 5,7 m von einander entfernt). Dies geschieht durch den Trick, die Fensterleibungen abwechselnd links oder rechts schräg auszubilden, was durch die Betonung mit einem dunklen Grau dieser Fensterleibungen ein spielerisches Gestaltungselement darstellt und gleichzeitig auch mehr Licht in die Räume lässt (die Gesamtstärke der Fassadendämmung, samt Hinterlüftung wird mit ca. 20 cm angenommen (was in der Schräge ca. 35 cm breite Fensterleibungen ergibt). Dadurch ist es möglich, die bestehenden Fenster zu erhalten und ein exaktes geometrisches Muster mit einheitlich großen Fassadenelementen vorzufertigen und anzubringen.

Anbauten: Die Fassaden der bestehenden rechtwinkeligen Anbauten an den Turm werden ebenfalls einheitlich gestaltet. Dadurch ist für das gesamte Projekt ein hoher Schutz gegen Verwitterung gegeben.

Terrassenüberdachung: Die neu geschaffenen Vordachflächen für die Terrassenüberdachungen sowie für die Eingangsüberdachungen sollen aus KLH-Holzplatten hergestellt werden, damit in den von der Bewitterung geschützten Bereichen der Untersichten ein angenehmes Ambiente bzw. eine Atmosphäre des Wohlfühlens für die Terrassenplätze gegeben ist. Die tragenden Säulen sind aus verleimten Rundhölzern oder als Stahlsäulen gedacht.

Wegbeschreibung

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