Diese Villa am Wörthersee wurde als Sommerwohnhaus und zentraler Treffpunkt für Familienmitglieder und Freunde konzipiert.
Das Grundstück bietet durch das erhöhte Niveau der Erschließungsstraße im Norden und der Lage des Wörthersees im Süden ausgezeichnete Bedingungen für die Orientierung zur Sonne und zum See hin. Die großzügige Öffnung bzw. Transparenz zum Wörthersee war sowohl für die Innenräume als auch für die Freiräume entwurfsbestimmend.
Das Gebäude verfügt über zwei nahezu gleich konzipierte Ebenen mit jeweils einem zentralen Wohnraum von stattlicher Größe und vier Schlafräumen mit Bädern. Diese Wohnräume in der Mitte sind Kommunikationszentrum für alle Familienmitglieder. Die Küche ist in beiden Geschoßen offen konzipiert, das Kochen tritt in den Mittelpunkt. Beiden Wohnräumen sind südseitig großzügige überdachte Terrassen mit herrlichem Blick auf den Wörthersee vorgelagert.
Das Wohnhaus ist zur Gänze aus Holz gebaut und wurde sowohl hinsichtlich der Qualität der Bauteile als auch der Haustechnik im Standard eines Passivhauses errichtet. So rasch sich Architekten und Bauherrschaft über den Einsatz des Baustoffs Holz für alle tragenden Bauteile einig waren, so wenig wurde die Herstellung einer Holzfassade gewünscht.
Das äußere des Gebäudes wird daher durch elfenbeinfarbene Fassadenplatten bestimmt. Lediglich die oberste Zone der Fassade, hinter welcher sich die letzte Geschoßdecke bzw. das Auflager des weit ausladenden Vordaches verbirgt, wurde mit horizontalen Lärchenholzlamellen bekleidet. Gemeinsam mit den Lärchenholzfenstern und den Balkon- und Carportkonstruktionen bleibt spürbar, dass es sich um ein Holzgebäude handelt.
Fotos: Mag. Gisela Erlacher (1), Arch. Herwig Ronacher (5)