architekten ronacher ZT GmbH

Wohn- und Bürohaus Architekten Ronacher

Auftraggeber
Architekten Ronacher
Fertigstellung
2005
Lage
Khünburg (Kärnten)
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Kategorien
Einfamilienhäuser, Büro-/Gewerbebauten
Auszeichnungen
  • Österr. Eurosolarpreis 2002
Picture of Wohn- und Bürohaus Architekten Ronacher

Der Bauplatz am Rande der Ortschaft Khünburg bestand zum Großteil aus einer ehemaligen Schottergrube. Die Vertiefung des Gartens lässt dies erahnen.

Wohn- und Bürohaus wurden – einem ländlichen Gehöft gleich – in versetzter Höhenlage und in offenem Winkel zueinander gestellt. Der Hof öffnet sich nach Südwesten mit freiem Blick auf die Bergkette der Karnischen Alpen. (Die Erschließungsachse des Wohnhauses läuft entlang der Westfassade des Bürokörpers und endet im Hausinneren mit einer zweiläufigen Treppe. Der Windfang bildet die private Weggabelung ins Büro.) 1992 wurde der Bürotrakt durch einen großteils unter Terrain liegenden, quadratischen Baukörper erweitert, der über eine Lichtpyramide und über die aus dem Gelände ragende Südfront belichtet wird. Die zweite Büroerweiterung erfolgte im Jahr 1999 in Form eines flachen, kaum aus dem Gelände ragenden, längsgestreckten Holz-Glas-Traktes.

Das gesamte Baugefüge besteht aus einer Kombination von konstruktivem Holzbau und Mauermassenbau. Ein zentrales Gestaltungsanliegen war bei diesem Projekt die Verschmelzung von Baukörpern, Außenanlagen sowie Gartengestaltung mit dem Naturgelände auf den verschiedensten Ebenen des Gesamtkomplexes.

Die Anlage nutzt durch die minimierte Nordfassadenfläche, die beiden Wintergärten sowie durch die großzügigen Verglasungen nach Süden die Solarenergie passiv. Die Beheizung sämtlicher Räumlichkeiten erfolgt über eine Wärmepumpe, die über drei 100 m tiefe Bohrungen durch Erdwärme gespeist wird. Der Energieverbrauch entspricht dem eines Niedrigenergiehauses. Mit der zweiten Büroerweiterung wurden 20 m² thermische Solarkollektoren sowie eine 40 m² große Fotovoltaikanlage installiert.

Nach zwei Büroerweiterungen und der Schaffung eines neuen Büroparkplatzes mit parkartigem Zugang war um das Jahr 2000 eine sehr „bürolastige“ Gesamtanlage entstanden. Die Stärkung des Privatbereiches und der Mitte dieser Gesamtanlage erfolgte durch die Schaffung einer kreisförmigen, in Terrassen angelegten Gartenanlage im offenen Hof zwischen Wohnhaus und dem Bürotrakt der ersten Baustufe. Weiters wurde das Wohnhaus durch einen Wintergarten und eine Laube am westlichen Rand der Anlage erweitert und gestärkt.

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